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Dienstag, 27. Oktober 2026
Dakar · Senegal · Sport Quellen: Französisch, Wolof

Noch fünf Tage: Dakar fiebert den ersten Olympischen Jugendspielen auf afrikanischem Boden entgegen

Am Samstag eröffnet Dakar die Olympischen Jugendspiele – erstmals findet ein olympischer Anlass in Afrika statt. Tausende junge Freiwillige holen ihre Uniformen ab, die Stadt trägt die Farben der Spiele, und die Organisatoren sprechen von einem historischen Moment.

Weltpuls-Redaktion · · Lesezeit 2 Min.
Stimmung im LandStolz
Freude Gelassenheit

Was passiert ist

Die Olympischen Jugendspiele Dakar 2026 werden am 31. Oktober im Stadion Abdoulaye Wade in Diamniadio eröffnet und dauern bis zum 13. November. Erwartet werden rund 2700 Athletinnen und Athleten aus 206 Nationalen Olympischen Komitees sowie etwa 1800 technische Offizielle. Insgesamt rechnen die Organisatoren mit fast 29 000 akkreditierten Personen. Wettkämpfe finden in Dakar, Diamniadio und im Küstenort Saly statt; die Generalprobe der Eröffnungsfeier ist für den 29. Oktober angesetzt.

Der Aufwand ist gross: Laut Organisationskomitee sind fast 15 000 Sicherheitskräfte und 6000 Freiwillige im Einsatz, dazu über 10 000 Beschäftigte von Dienstleistern. Rund eine Million Tickets stehen zur Verfügung; Sporttickets kosten 400 bis 1000 CFA-Francs. Zur Eröffnungsfeier werden etwa 50 000 Zuschauer erwartet.

Für die Bevölkerung bringt der Anlass Einschränkungen: Ein Verkehrsplan mit 166 Massnahmen sperrt Strassen rund um die Wettkampfstätten, die Corniche Ouest wird an drei Tagen für Strassenrennen gesperrt, und Anwohner in regulierten Zonen brauchen eine Zugangsvignette. Der Innenminister bat die Senegalesinnen und Senegalesen um Verständnis und Geduld.

Die Stimmung vor Ort

Im Jugend-Olympiadorf Kër Ayo im Quartier Ouakam, auf einer ehemaligen französischen Militärbasis, herrscht laut Le Soleil reges Treiben: Junge Menschen mit Taschen im Logo der Spiele kommen und gehen, vor der Ausgabe von Akkreditierungen und Uniformen bilden sich Schlangen, kleine Gruppen stehen beisammen und diskutieren. Die Hauptstadt habe die Farben des Anlasses angenommen, schreibt die Zeitung.

Die Freiwilligen wurden über eine Online-Bewerbung und ein Telefoninterview ausgewählt und müssen Grundkenntnisse in Französisch und Englisch mitbringen. 200 junge Teamleiter haben eine siebentägige Ausbildung bei der Armee in Thiès absolviert. Auch Köchinnen, die für Athleten und Delegationen kochen, wurden eigens an der Universität Cheikh Anta Diop geschult. Die Berichte beschreiben eine motivierte, energiegeladene Stimmung.

Koordinator Ibrahima Wade sprach im Staatsfernsehen RTS von einem historischen Wendepunkt für Afrika, der weit über den Sport hinausgehe. Er räumte ein, dass Verkehr und Zugänge eingeschränkt seien, beobachtet aber, dass sich die Bevölkerung nach und nach einbringe – etwa beim Säubern öffentlicher Plätze. Die ersten angereisten Delegationen seien mit dem Empfang zufrieden.

Stimmen aus den Medien

Seneweb · DakarDas Portal stellt die Spiele als historischen Moment für Afrika dar und listet detailliert auf, wie viele Menschen das Land für die Organisation mobilisiert.
Le Soleil · DakarDie Tageszeitung zeigt die Vorbereitung aus Sicht der jungen Freiwilligen und beschreibt eine geordnete Betriebsamkeit unter Zeitdruck.
Le Quotidien · DakarDie Zeitung blickt nüchtern auf die Logistik und weist darauf hin, dass eine unfertige Autobahnbrücke in Diamniadio den Verkehr am Eröffnungstag erschweren könnte.
Warum es uns betrifft

Das Internationale Olympische Komitee mit Sitz in Lausanne unterstützt die Spiele und die Gestaltung der Eröffnungsfeier – es ist sein erster olympischer Anlass in Afrika.

Quellen

Dieser Artikel wurde aus lokalen Quellen in der Landessprache neu geschrieben. Jede Aussage zur Stimmung stützt sich auf die verlinkten Berichte.