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Dienstag, 27. Oktober 2026
Istanbul · Türkei · Wetter Quellen: Türkisch

Unterführungen unter Wasser, D-100 gesperrt: Istanbul kämpft sich durch den nächsten Wolkenbruch

Keine zwei Wochen nach tödlichen Unwettern hat Starkregen Istanbul am Dienstagmorgen erneut ausgebremst. Autos blieben in gefluteten Unterführungen stecken, Nachbarn halfen beim Retten – und die Stadt warnt vor einer ganzen Woche Regen.

Weltpuls-Redaktion · · Lesezeit 2 Min.
Stimmung im LandSorge
Unsicherheit

Was passiert ist

Der Regen setzte in der Nacht ein und wurde am Dienstagmorgen stärker; für Istanbul galt eine gelbe Wetterwarnung. Am stärksten betroffen waren Pendik und Tuzla auf der asiatischen Seite sowie Bayrampaşa und Ataşehir. Die Schnellstrasse D-100 wurde in Richtung Tuzla–Pendik samt Nebenfahrbahn gesperrt und später wieder geöffnet.

In Tuzla blieben zwei Personalbusse und zwei Autos im Wasser stecken, 41 Beschäftigte wurden in Sicherheit gebracht, berichtet Artı Gerçek. In Şile spülte das Wasser Waren vor Geschäften weg, ein Tunnel beim Cargo-Terminal des Flughafens Sabiha Gökçen stand teilweise unter Wasser.

Bereits Mitte Oktober hatte Starkregen in Istanbul zwei Menschen das Leben gekostet. Das Katastrophenzentrum AKOM der Stadtverwaltung erwartet nun eine Kaltluftwelle vom Balkan und bis zu sieben Tage mit wiederkehrendem Regen bei Temperaturen deutlich unter dem Saisonmittel.

Die Stimmung vor Ort

Für Pendlerinnen und Pendler wurde der Morgen zur Geduldsprobe: Die Verkehrsdichte erreichte laut Stadtverwaltung 80 Prozent, auf der asiatischen Seite sogar 89 Prozent. Vor der 15.-Juli-Brücke und der Fatih-Sultan-Mehmet-Brücke bildeten sich lange Kolonnen, wie Gazete Oksijen berichtet. Erst gegen Mittag sank die Auslastung auf 53 Prozent.

In Pendik blieben ein Vater und seine Tochter, die auf dem Weg zur Universität war, mit dem Auto in einer gefluteten Unterführung stecken; Menschen aus der Nachbarschaft halfen ihnen heraus (Artı Gerçek). In Kaynarca wurden ein Fahrer und ein Kind aus einem versunkenen Wagen gerettet.

Die Behörden riefen die Bevölkerung auf, Unterführungen zu meiden und sich auf weitere Überschwemmungen und Verkehrsbehinderungen einzustellen. Das Umweltministerium erinnerte an die gelbe Warnstufe und mahnte zur Vorsicht vor Sturzfluten.

Stimmen aus den Medien

Artı Gerçek · IstanbulSchildert die Rettungsszenen in Pendik und Tuzla und die spontane Hilfe aus der Nachbarschaft.
Gazete Oksijen · IstanbulRückt das Verkehrschaos auf beiden Seiten des Bosporus und die Warnungen der Behörden in den Vordergrund.
İHA (via Haberler.com) · IstanbulDokumentiert, wie Strassen und Unterführungen in Tuzla und Pendik innert Stunden unter Wasser standen.

Quellen

Dieser Artikel wurde aus lokalen Quellen in der Landessprache neu geschrieben. Jede Aussage zur Stimmung stützt sich auf die verlinkten Berichte.

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