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Dienstag, 27. Oktober 2026
Manila · Philippinen · Wirtschaft Quellen: Filipino, Englisch

Diesel wird wieder teurer: Manilas Jeepney-Fahrer und Familien spüren den Nahost-Krieg

Ab Dienstag kostet Diesel auf den Philippinen 1,20 Peso pro Liter mehr, Kerosin 0,50 Peso. Benzin wird nur minim billiger. Für Jeepney-Fahrer, Lieferdienste und ärmere Haushalte, die mit Kerosin kochen, ist es ein weiterer Schlag ins Portemonnaie.

Weltpuls-Redaktion · · Lesezeit 2 Min.
Stimmung im LandSorge
Unsicherheit

Was passiert ist

Das Energiedepartement (DOE) gab am Montag bekannt, dass Diesel ab dem 27. Oktober um 1,20 Peso pro Liter und Kerosin um 0,50 Peso teurer wird, während Benzin um 0,30 Peso sinkt. Die Preise gelten bis zum 2. November. Es ist bereits die vierte Woche in Folge mit gegenläufigen Anpassungen; in der Vorwoche war Diesel um 2,60 Peso gestiegen, Benzin dagegen um 4,30 Peso gefallen.

Das Preisniveau liegt weit über dem Stand vor dem Konflikt im Nahen Osten. In Metro Manila kostete Diesel Mitte Oktober im Schnitt 91,40 Peso pro Liter, Ende Februar waren es noch 60,79 Peso. Bei Kerosin stieg der Durchschnitt im gleichen Zeitraum von 84,67 auf 124,40 Peso.

Das DOE begründet die Entwicklung mit dem Weltmarkt und den Spannungen in der Golfregion. Energieministerin Sharon Garin sagte, der Krieg könne über 2026 hinaus andauern. Die Vorräte reichten für rund 53 Tage; die Regierung suche nach zusätzlichen Lieferanten, unter anderem in Australien, Kanada und Russland.

Die Stimmung vor Ort

Für Dieselfahrer ist es laut dem Motorportal Top Gear Philippines ein weiterer schmerzhafter Schlag für das Budget. Diesel treibt in Manila Jeepneys, Busse und Lieferflotten an – das Wirtschaftsportal Context.ph erwartet, dass höhere Transportkosten mit der Zeit auch Lebensmittel und Güter des täglichen Bedarfs verteuern könnten.

Besonders hart trifft der Kerosinpreis einkommensschwache Familien, die damit kochen und ihre Wohnungen beleuchten. Die kleine Benzinsenkung bringt dagegen nur Autofahrern und Pendlern mit eigenem Fahrzeug etwas Entlastung.

Die Jeepney-Fahrer hatten schon Ende September gestreikt: Die damals bewilligte Fahrpreiserhöhung um einen Peso reiche nicht, um die Treibstoffkosten zu decken, erklärten Verbände wie Manibela und Piston; die Fahrer verlören wegen des Diesels täglich bis zu 1500 Peso. Die neue Runde trifft die Stadt zudem kurz vor Allerseelen – am Montag sicherten sich bereits viele Reisende an den Busterminals in Cubao Tickets für die Fahrt in die Provinz.

Stimmen aus den Medien

Context.ph · ManilaDas Portal rechnet vor, wie weit die Preise über dem Vorkriegsniveau liegen, und warnt vor Folgen für Lebensmittelpreise und ärmere Haushalte.
Inquirer · Makati/ManilaDie Zeitung rät Autofahrern, für die Woche mehr Geld einzuplanen, und verweist auf die Warnung der Ministerin, der Krieg könne noch lange dauern.
The Philippine Star · ManilaDas Blatt hält fest, dass die Anpassung kleiner ausfiel als von der Branche zunächst prognostiziert.

Quellen

Dieser Artikel wurde aus lokalen Quellen in der Landessprache neu geschrieben. Jede Aussage zur Stimmung stützt sich auf die verlinkten Berichte.