Lagos will die Super Eagles zurück – doch der Verband hält vorerst an Uyo fest
Nach der 0:3-Pleite in Guinea-Bissau wird in Nigeria heftig über das Heimstadion der Nationalmannschaft gestritten. In Lagos hoffen viele auf eine Rückkehr in die Millionenstadt, doch der Fussballverband winkt für die nächsten Spiele ab.
Was passiert ist
Der nigerianische Fussballverband NFF hat am Wochenende klargestellt, dass die Super Eagles ihre Heimspiele vorerst weiter in Uyo im Südosten des Landes austragen. Ein hoher Funktionär sagte laut Vanguard, Lagos werde zwar geprüft, ein Wechsel des gewohnten Spielorts könne der Mannschaft aber schaden. Das Team spielt seit fast zehn Jahren hauptsächlich in Uyo.
Auslöser der Debatte ist die 0:3-Niederlage gegen Guinea-Bissau in der Qualifikation für den Afrika-Cup 2027. Nigeria hat nach zwei Spielen drei Punkte, Guinea-Bissau führt die Gruppe mit sechs Punkten an. Im November stehen zwei Partien gegen Tansania an.
Das renovierte Teslim-Balogun-Stadion in Lagos ist laut Verband noch nicht bereit für ein Länderspiel. Inspektoren sollen es prüfen, sobald der Bundesstaat Lagos die Arbeiten abgeschlossen hat. Der Verband denkt darüber nach, zunächst Testspiele dort auszutragen, um die Anlage und die Reaktion der Fans zu testen, und will auch die Spieler befragen.
Die Stimmung vor Ort
Die Niederlage in Bissau hat viele Fans tief getroffen. Laut Nigerian Tribune bezeichneten Anhänger auf X die Leistung als peinlich und kritisierten die Taktik von Trainer Eric Chelle, den Verband und sogar den Rasen in Bissau.
In Lagos ist daraus eine Kampagne für die Rückkehr der Nationalmannschaft geworden. Ein Kommentator im Nigerian Observer erinnert daran, dass die Super Eagles im alten Nationalstadion in Surulere rund 25 Jahre lang kein Pflichtspiel verloren hätten, und führt das vor allem auf den Druck des Heimpublikums zurück. Die Misserfolge der letzten Jahre bringt er mit dem Verlust dieses Heimvorteils in Verbindung.
Als weitere Argumente nennen Befürworter die kurzen Wege über den internationalen Flughafen von Lagos, weil die meisten Spieler in Europa engagiert sind, sowie den Fussball-Aufschwung der Stadt: In der neuen Saison spielen erstmals seit 32 Jahren drei Klubs aus Lagos in der höchsten Liga. Zudem vergibt der afrikanische Verband CAF seine Jahresauszeichnungen im Dezember in Lagos.
Stimmen aus den Medien
Quellen
- Vanguard: Uyo bleibt vorerst Heimstadion der Super Eagles
- The Guardian Nigeria: Verband erwägt vorerst keinen Umzug der Super Eagles nach Lagos
- The Nigerian Observer: Holt die Adler heim: Warum Lagos die Antwort ist (Meinung)
- Nigerian Tribune: Nigerianer reagieren auf die Niederlage gegen Guinea-Bissau
Dieser Artikel wurde aus lokalen Quellen in der Landessprache neu geschrieben. Jede Aussage zur Stimmung stützt sich auf die verlinkten Berichte.