Papst Leo XIV. kommt trotz Operation: Lima rüstet sich für eine Messe mit über einer Million Gläubigen
Der Vatikan hat am Montag bestätigt, dass Papst Leo XIV. nach seiner Lungenoperation wie geplant nach Peru reist. In Lima, wo der frühere Missionar Jahre seines Lebens verbrachte, laufen die Vorbereitungen an: Zur Abschlussmesse am 16. November werden über eine Million Menschen erwartet. Missbrauchsopfer des Sodalicio fordern derweil, vom Papst angehört zu werden.
Was passiert ist
Die Reise durch Uruguay, Argentinien und Peru vom 6. bis 17. November findet laut Heiligem Stuhl wie vorgesehen statt. Leo XIV. war am 13. Oktober in Rom an der Lunge operiert worden; laut El Comercio wurde ein Adenokarzinom diagnostiziert und der untere Lappen des rechten Lungenflügels entfernt. Sein Leibarzt erklärte, es gebe keine medizinischen Einwände gegen die Reise, eine weitere Krebsbehandlung sei nicht nötig. Der 71-jährige erste US-amerikanische Papst besitzt dank seiner Jahre als Missionar und Bischof auch die peruanische Staatsbürgerschaft.
In Peru landet der Papst am Abend des 11. November in Lima und trifft im Regierungspalast die Behörden. Danach reist er nach Chiclayo, Cusco und Pucallpa, bevor er am 16. November zur grossen Messe auf dem Luftwaffenstützpunkt Las Palmas im Bezirk Surco zurückkehrt. Die Regierung hat für Lima und Callao den 11., 12. und 16. November zu arbeitsfreien Tagen erklärt, die nachgeholt werden müssen.
Die Stimmung vor Ort
Das Erzbistum Lima stellte am Montag vor, wie die Gläubigen zu einem Platz kommen: Die Gratistickets werden vom 5. bis 8. November über eine Online-Plattform vergeben, pro Person bis zu acht. Weil mit einem enormen Andrang gerechnet wird, tragen die digitalen Eintrittskarten Namen und Ausweisnummer, dürfen weder verkauft noch weitergegeben werden, und auch Kinder brauchen ein eigenes Ticket. Am 12. November ist zudem eine Gebetsvigil mit Jugendlichen im Nationalstadion geplant.
Der Papst selbst schrieb, es erfülle ihn mit Freude, auf den Kontinent zurückzukehren, auf dem er so viele Momente seines Lebens verbracht habe, und dankte für die Gebete während seiner Genesung. Die grossen Zeitungen Limas begleiten den Besuch Detail für Detail – von der Gesundheit des Papstes über die Ticketfristen bis zur Route durchs Land.
Nicht alle blicken nur mit Vorfreude auf den Besuch. 33 Opfer und Überlebende des aufgelösten katholischen Laienbunds Sodalicio de Vida Cristiana richteten einen offenen Brief an den Papst, datiert in Lima am 26. Oktober. Sie bitten um ein Treffen während der Reise und beklagen, dass ihre bisherigen Anfragen unbeantwortet blieben. Die Auflösung der Gemeinschaft habe weder Gerechtigkeit noch Rechenschaft gebracht; Reststrukturen arbeiteten mit denselben Leitern in denselben Räumen weiter.
Stimmen aus den Medien
Quellen
- El Comercio: Vatikan bestätigt Reise von Leo XIV. nach Uruguay, Argentinien und Peru
- El Comercio: Gratistickets für die Papstmesse sind persönlich und nicht übertragbar
- El Comercio: Regierung erklärt arbeitsfreie Tage für den Papstbesuch
- La República: Papst Leo XIV. bestätigt Besuch in Peru
- La República: Messe in Las Palmas: Termine für die Gratiseintritte
- La República: Sodalicio-Opfer bitten Papst um ein Treffen
Dieser Artikel wurde aus lokalen Quellen in der Landessprache neu geschrieben. Jede Aussage zur Stimmung stützt sich auf die verlinkten Berichte.