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Dienstag, 27. Oktober 2026
Manila · Philippinen · Wirtschaft Quellen: Filipino, Englisch

Peso fällt unter 64 pro Dollar: Manila fürchtet höhere Strom- und Benzinpreise

Die philippinische Währung ist am Dienstag auf ein neues Rekordtief von 64,17 Peso pro Dollar gefallen – zum fünften Mal in Folge ein Tiefststand. Die Energieministerin warnt vor teurerem Strom und Treibstoff, Ökonomen rechnen mit einer Inflation von fast 8 Prozent.

Weltpuls-Redaktion · · Lesezeit 2 Min.
Stimmung im LandSorge
Unsicherheit Hoffnung

Was passiert ist

Der Peso schloss am Dienstag bei 64,17 pro US-Dollar, 22 Centavos schwächer als am Vortag, wie The Philippine Star berichtet. Im Handel fiel er zeitweise auf 64,20 – den tiefsten Stand seiner Geschichte. Erst am 15. Oktober hatte er die Marke von 63 durchbrochen; für die nächste brauchte er nur zwölf Tage.

Der Radiosender Bombo Radyo führt den Absturz vor allem auf den starken Dollar zurück; ob sich der Peso erholt, hänge von den Weltmärkten ab. Auch eine überraschende Zinserhöhung der Zentralbank um 0,5 Prozentpunkte in der Vorwoche hat den Fall nicht gebremst.

Hinzu kommen hohe Ölpreise und die Gefahr eines El Niño. Ökonomen der Banken Chinabank und BPI erwarten für Oktober und November eine Teuerung von fast oder über 8 Prozent und ein Wachstum im dritten Quartal von nur rund 3 Prozent.

Die Stimmung vor Ort

Energieministerin Sharon Garin machte am Dienstag klar, was der schwache Peso für die Haushalte bedeutet: Importierte Kohle, Diesel und Flüssiggas werden teurer, und das schlägt auf die Stromrechnungen durch. Ihr Ministerium will mit der Regulierungsbehörde prüfen, ob sich Erhöhungen verzögern oder abfedern lassen. Es sei nicht die beste Zeit, Ministerin zu sein, sagte sie halb im Scherz.

Für Autofahrerinnen und Pendler drohen höhere Preise an der Zapfsäule; das Ministerium erwägt, die Ölfirmen erneut um gestaffelte Preiserhöhungen zu bitten. In Metro Manila sind die Strompreise wegen dollargebundener Verträge laut Philippine Star schon diesen Monat gestiegen.

Nicht alle sehen nur Schwarz: Ein HSBC-Ökonom nennt den schwachen Peso in The Manila Times eine bittere Pille, die der Wirtschaft langfristig helfen könne – Exporte werden billiger, und Familien von Auslandsarbeitern erhalten für jeden überwiesenen Dollar mehr Peso. Doch er räumt ein, dass die steigenden Lebenskosten diesen Vorteil wieder auffressen können.

Stimmen aus den Medien

The Philippine Star · ManilaDie Zeitung sieht den Peso trotz Zinserhöhungen in einer Abwärtsspirale mit hoher Inflation und schwachem Wachstum.
Bombo Radyo · ManilaDer Sender lässt Börsenleute zu Wort kommen, die in dollarverdienenden Firmen und günstigen Aktien auch Chancen sehen.
The Manila Times · ManilaDie Zeitung gibt einer Stimme Raum, die den schwachen Peso als schmerzhafte, aber nötige Korrektur sieht.
Warum es uns betrifft 64,17 Peso pro Dollar

Für Reisende aus der Schweiz und dem Euroraum werden Ferien auf den Philippinen rechnerisch günstiger – vor Ort steigen die Preise aber ebenfalls.

Quellen

Dieser Artikel wurde aus lokalen Quellen in der Landessprache neu geschrieben. Jede Aussage zur Stimmung stützt sich auf die verlinkten Berichte.

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