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Dienstag, 27. Oktober 2026
Nairobi · Kenia · Wirtschaft Quellen: Swahili, Englisch

«Weg mit den Steuern auf Treibstoff»: In Nairobi entlädt sich die Wut über die Spritpreise auf der Strasse

Fast 227 Schilling pro Liter Benzin, Petroleum fast 30 Schilling teurer: Die neuen Preise treffen Kenias Haushalte hart. In Nairobis Zentrum gingen am Montag Demonstrierende auf die Strasse, die Polizei löste die Proteste auf.

Weltpuls-Redaktion · · Lesezeit 2 Min.
Stimmung im LandWut
Sorge

Was passiert ist

Die Energieregulierungsbehörde EPRA hat die Preise für Oktober und November erneut angehoben. In Nairobi kostet ein Liter Benzin nun 226,96 Schilling, 12,93 mehr als zuvor; Diesel 227,76 Schilling, Petroleum 219,87 Schilling – ein Sprung um 28,49 Schilling. Die Behörde verweist auf hohe Weltmarktpreise und den Konflikt im Nahen Osten; im September seien die Importkosten so hoch gewesen wie seit Beginn der Krise nicht mehr.

Eine Koalition von Menschenrechtsverteidigern hatte der Polizei einen friedlichen Marsch von der Kimathi Street zum State House angekündigt und mit 500 bis 900 Teilnehmenden gerechnet. Am Montag kam es auf der Moi Avenue und der Kimathi Street zu Zusammenstössen, die Polizei zerstreute die Menge und nahm mehrere Personen fest. Einige Geschäfte schlossen.

Bereits am 20. Oktober, dem Nationalfeiertag Mashujaa Day, hatte es Proteste gegeben; die Festnahme eines Fernsehjournalisten wird seither von der Polizeiaufsicht untersucht.

Die Stimmung vor Ort

Auf den Plakaten stand die Forderung, die Steuern auf Treibstoff zu streichen; dazu kamen Sprechchöre gegen die Regierung. Laut The Kenya Times blieb die Lage in der Innenstadt über weite Teile des Tages angespannt.

Der Ärger reicht über die Demonstrierenden hinaus. Autofahrer, Fahrer von Fahrdiensten und Transportunternehmer klagen, die Preise fressen Einnahmen und Haushaltsbudgets auf. Ein Pendlerverband gab der EPRA zwei Wochen Zeit, die Erhöhung zurückzunehmen, sonst gehe er vor Gericht.

Nicht alle setzen auf die Strasse: Der Verband der Matatu-Besitzer, der im Mai nach einem Preisschock noch landesweit gestreikt hatte, schloss diesmal einen Streik aus. Die Kleinbusse fahren weiter – die Mehrkosten dürften am Ende die Fahrgäste tragen.

Stimmen aus den Medien

The Star · NairobiErklärt die Preiserhöhung mit den Argumenten der Behörde und lässt Fahrer und Transportbranche ihre Sorgen schildern.
The Eastleigh Voice · NairobiBerichtet nah vom Geschehen über die Zusammenstösse und die Forderung nach tieferen Steuern.
The Kenya Times · NairobiBetont die angespannte Lage im Zentrum und die Forderung nach staatlicher Entlastung.

Quellen

Dieser Artikel wurde aus lokalen Quellen in der Landessprache neu geschrieben. Jede Aussage zur Stimmung stützt sich auf die verlinkten Berichte.

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