Ansturm auf die Urnen: New York wählt früh wie nie – getrieben von Mieten, Preisen und Mamdani
Schon in den ersten Tagen der Frühwahl haben in New York City mehr als 220'000 Menschen ihre Stimme abgegeben, fast doppelt so viele wie vor vier Jahren. Im Rennen um das Gouverneursamt zwischen Kathy Hochul und Bruce Blakeman geht es vor allem um die Lebenskosten – und die Stadt ist darüber gespalten, ob Bürgermeister Mamdani der Amtsinhaberin hilft oder schadet.
Was passiert ist
Am Samstag hat in New York die Frühwahl für die Zwischenwahlen vom 3. November begonnen, sie dauert bis zum 1. November. Laut CBS New York gaben am ersten Tag über 86'000 Stadtbewohnerinnen und -bewohner ihre Stimme ab, fast doppelt so viele wie am ersten Tag vor vier Jahren. Nach drei Tagen lag die inoffizielle Zahl laut NBC New York bei 224'894 – angeführt von Brooklyn und Manhattan.
Im ganzen Bundesstaat stimmten in den ersten zwei Tagen nach Angaben von Spectrum News mehr als 485'000 Menschen ab, rund 85 Prozent mehr als 2022. Fachleute warnen allerdings, die Zahlen verrieten nichts über die Parteizugehörigkeit der Wählenden.
Im Zentrum steht das Duell um das Gouverneursamt: Die Demokratin Kathy Hochul tritt gegen den von Präsident Trump unterstützten Republikaner Bruce Blakeman an, den Chef des Nassau County. Eine Quinnipiac-Umfrage vom 21. Oktober sieht Hochul mit 55 zu 41 Prozent vorn; als wichtigstes Thema nennen die Befragten die Lebenshaltungskosten.
Die Stimmung vor Ort
An einem Frühwahllokal in Flatbush in Brooklyn drehten sich die Gespräche laut CBS New York fast nur ums Geld: Kinderbetreuung für die Enkel, Benzin- und Lebensmittelpreise und vor allem die Wohnkosten. Die Teuerung sei schlicht zu viel geworden, sagte eine Wählerin.
Hochul warb in Brooklyn gemeinsam mit Bürgermeister Zohran Mamdani für günstigere Kinderbetreuung und kostenlose Schulmahlzeiten. Blakeman hält dagegen, die Menschen seien unter Hochul unglücklich, und verspricht tiefere Steuern und halbierte Stromrechnungen. Auf Staten Island, wo die Republikaner stark sind, setzt er auf Rekordbeteiligung.
Die spanischsprachige Zeitung El Diario beschreibt ein Rennen, das von zwei Figuren geprägt wird, die gar nicht auf dem Wahlzettel stehen: Trump und Mamdani. Ein Analyst sieht wegen Mamdanis Kritik an Israels Vorgehen in Gaza eine historisch tiefe Unterstützung für Hochul in Teilen der jüdischen Wählerschaft. Gleichzeitig betonen Wählerinnen gegenüber NBC, wie wichtig es sei, dass Latinos ihre Stimme nutzen – auch für jene, die nicht wählen dürfen.
Stimmen aus den Medien
Quellen
- CBS New York: Hochul und Blakeman werben in der letzten Woche um Stimmen
- NBC New York: Frühwahl gewinnt an Zuspruch – Zahlen nach Bezirken
- El Diario NY: Hochul gegen Blakeman: ein Rennen im Schatten von Trump und Mamdani
- Spectrum News: Frühwahl-Andrang im ganzen Bundesstaat
- Quinnipiac University: Umfrage: Hochul 55, Blakeman 41 Prozent
Dieser Artikel wurde aus lokalen Quellen in der Landessprache neu geschrieben. Jede Aussage zur Stimmung stützt sich auf die verlinkten Berichte.